KI-Inhalte richtig labeln auf Instagram, Facebook, TikTok und YouTube
KI-Kennzeichnung heißt, dass du beim Veröffentlichen offenlegst, dass ein Bild, eine Stimme oder ein Video ganz oder wesentlich mit künstlicher Intelligenz erstellt wurde. Instagram, Facebook, TikTok und YouTube haben dafür jeweils eine eigene Einstellung beim Upload. Sie heißt überall etwas anders und sitzt an einer anderen Stelle, verlangt wird sie aber auf allen vier Plattformen bei realistisch wirkenden Inhalten.
Dieser Ratgeber ist eine Klickanleitung: wo das Label ist, wann du es setzen solltest und was zusätzlich ins Video gehört. Warum die Kennzeichnung in der EU Pflicht ist, steht im Ratgeber zur Kennzeichnungspflicht nach AI Act. Stand: November 2026. Die Plattformen ändern Menüs regelmäßig, prüfe die verlinkten Hilfeseiten vor dem Upload.
Was verlangen die Plattformen auf einen Blick?
| Plattform | Name der Einstellung | Wann Pflicht | Offizielle Quelle |
|---|---|---|---|
| Instagram, Facebook | „KI-Info“ (englisch „AI info“), beim Teilen als KI-Inhalt kennzeichnen | fotorealistische Videos und realistisch klingendes Audio, das digital erstellt oder verändert wurde | Meta Transparency Center |
| TikTok | „KI-generierte Inhalte“ unter „Weitere Optionen“ | realistische Bilder, Audio und Videos, die vollständig oder wesentlich mit KI erstellt wurden | TikTok-Hilfe |
| YouTube, Shorts | „Veränderte oder synthetische Inhalte“ im Upload-Schritt „Details“ | realistisch wirkende Inhalte, die wesentlich verändert oder synthetisch erzeugt wurden | YouTube-Hilfe |
Gemeinsam ist allen: Offensichtlich unrealistische Inhalte wie Zeichentrick oder klar erkennbare Fantasiewelten müssen meist nicht gelabelt werden, ebenso wenig kleine Bearbeitungen wie Farbkorrektur oder Zuschnitt. Ein Werbevideo mit einer realistisch wirkenden KI-Person, die über dein Produkt spricht, gehört dagegen auf jeder Plattform gekennzeichnet.
Wie kennzeichne ich KI-Inhalte auf Instagram und Facebook?
Meta verwendet für Instagram, Facebook und Threads dasselbe System. Laut Meta erscheint das Label „KI-Info“ in zwei Fällen: wenn Meta technische Signale erkennt, die KI-Tools in Dateien hinterlegen, oder wenn du selbst angibst, dass der Inhalt mit KI erstellt wurde.
So gehst du beim organischen Post vor:
- Video oder Reel wie gewohnt hochladen und bis zum letzten Schritt mit Bildunterschrift gehen.
- Dort die erweiterten Einstellungen öffnen und die Option zum Kennzeichnen als KI-Inhalt aktivieren. In der englischen App heißt sie „Add AI label“.
- Veröffentlichen. Unter dem Namen oder im Menü des Beitrags erscheint dann „KI-Info“.
Meta schreibt im Transparency Center, dass das Offenlegungs-Tool bei fotorealistischen Videos und realistischem Audio zu verwenden ist, und behält sich Sanktionen vor, wenn das unterbleibt.
Bei Anzeigen ist es etwas anders: Meta labelt Werbemittel, die mit Metas eigenen KI-Werkzeugen erstellt oder stark bearbeitet wurden, und zeigt den Hinweis im Bereich „Über diese Werbeanzeige“ oder neben „Gesponsert“. Für Anzeigen zu gesellschaftlichen Themen, Wahlen oder Politik gelten strengere Offenlegungsregeln. Da sich die Ads-Einstellungen oft ändern, prüfe im Werbeanzeigenmanager, ob es beim Erstellen der Anzeige eine eigene KI-Angabe gibt. Unabhängig davon schadet ein sichtbarer Hinweis im Video selbst nie.
Wie kennzeichne ich KI-Videos auf TikTok?
Bei TikTok gibt es einen eigenen Schalter. Laut TikTok-Hilfe ist das Label für realistische KI-Bilder, KI-Audio und KI-Videos verpflichtend.
- Video hochladen und zur Seite mit Beschreibung und Hashtags gehen.
- „Weitere Optionen“ öffnen (am Desktop: „Mehr anzeigen“).
- „KI-generierte Inhalte“ einschalten und posten.
Zwei Punkte solltest du wissen. Erstens: Das Label lässt sich nach dem Posten nicht mehr entfernen, entscheide also vorher. Zweitens: TikTok kennzeichnet Inhalte auch automatisch, etwa wenn sie mit TikToks eigenen KI-Effekten erstellt wurden oder wenn die Datei sogenannte Content Credentials (C2PA-Metadaten) enthält. Auf diese Automatik solltest du dich nicht verlassen, weil viele Programme diese Daten beim Export nicht mitschreiben oder beim Schnitt verlieren.
Laut TikTok hat das Label selbst keinen Einfluss auf die Reichweite des Videos. Unabhängig davon gibt es Nutzereinstellungen, mit denen Zuschauer steuern können, wie viele KI-Inhalte sie im Feed sehen.
Wie lege ich KI-Inhalte auf YouTube und bei Shorts offen?
YouTube nennt das Thema „veränderte oder synthetische Inhalte“. Die Frage kommt beim Upload im Schritt „Details“, sowohl im YouTube Studio am Computer als auch in der App bei Shorts.
- Video hochladen, Titel und Beschreibung ausfüllen.
- Bei der Frage zu veränderten oder synthetischen Inhalten „Ja“ wählen, wenn eine realistisch wirkende Person, Stimme oder Szene mit KI erzeugt wurde.
- Veröffentlichen. YouTube ergänzt dann einen Hinweis in der Beschreibung, bei sensiblen Themen auch direkt im Player.
Laut YouTube-Hilfe schränkt die Angabe weder die Reichweite noch die Monetarisierung ein. Wer wiederholt nicht offenlegt, riskiert dagegen, dass YouTube selbst ein Label setzt oder weitere Maßnahmen trifft.
Reicht das Plattform-Label oder gehört der Hinweis auch ins Video?
Das Plattform-Label hat Schwächen. Es ist klein, sitzt teils im Menü, und es fehlt, wenn dein Video außerhalb der App weitergeteilt wird, etwa als heruntergeladene Datei in WhatsApp. Deshalb ist ein zusätzlicher, dauerhafter Hinweis im Bild sinnvoll:
- Kurzer Text im Video, zum Beispiel „KI-generiert“ oder „Person mit KI erstellt“, gut lesbar und über die gesamte Länge sichtbar.
- Platzierung im sicheren Bereich, also nicht ganz unten oder rechts, wo Buttons und Bildunterschrift den Text verdecken.
- Hinweis in der Bildunterschrift als dritte Ebene, etwa „Video mit KI erstellt“.
Auf EU-Ebene arbeitet die Kommission mit einem Verhaltenskodex an einheitlicheren Kennzeichnungen. Meta hat angekündigt, diesen Code of Practice zu unterzeichnen. Was genau rechtlich gilt, steht im Text der KI-Verordnung auf EUR-Lex, praktische Hinweise für Betriebe gibt es bei der WKO. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
Bei ugcvideos.at bekommst du das Video bewusst ohne fest eingebrannte Einblendung, damit du den Hinweis in deinem eigenen Design setzen kannst. Die KI-Creator, etwa Hanna oder Lukas, sind frei erfundene Figuren. Sie berichten nicht von eigenen Erfahrungen mit deinem Produkt, und so steht es auch in den Skripten. Mehr dazu im Abschnitt „KI, offen gekennzeichnet“ auf der Startseite.
Checkliste: Was prüfe ich vor jedem Upload?
- Wirkt eine Person, Stimme oder Szene realistisch und ist sie mit KI erstellt? Dann kennzeichnen.
- Instagram/Facebook: Option zum Kennzeichnen als KI-Inhalt aktiviert?
- TikTok: „KI-generierte Inhalte“ unter „Weitere Optionen“ eingeschaltet?
- YouTube/Shorts: Frage zu veränderten oder synthetischen Inhalten mit „Ja“ beantwortet?
- Hinweis „KI-generiert“ im Video sichtbar und nicht von Buttons verdeckt?
- Hinweis zusätzlich in der Bildunterschrift?
- Keine erfundenen Erfahrungsberichte: Sagt die KI-Person nur, was das Produkt kann, statt „Ich benutze das seit Jahren“?
- Bei Anzeigen: KI-Angaben im Werbeanzeigenmanager geprüft?
Passende Beispiele, wie KI-Videos in einzelnen Branchen aussehen, findest du bei Onlineshops, Handwerk und Tourismus.
Häufige Fragen
Verliere ich Reichweite, wenn ich ein Video als KI kennzeichne?
TikTok und YouTube schreiben in ihren Hilfeseiten, dass das Label die Verbreitung beziehungsweise Reichweite und Monetarisierung nicht einschränkt. Meta spricht beim Label nicht von einer Strafe, droht aber Sanktionen an, wenn realistische KI-Inhalte nicht offengelegt werden.
Muss ich auch Videos mit KI-Stimme kennzeichnen?
Wenn die Stimme realistisch klingt und eine echte Person vortäuschen könnte, ja. Meta und TikTok nennen realistisches Audio ausdrücklich. KI-Hilfe beim Skript oder bei automatischen Untertiteln muss laut YouTube dagegen nicht offengelegt werden.
Kann ich das KI-Label nachträglich setzen oder entfernen?
Das ist je nach Plattform unterschiedlich. Bei TikTok lässt sich das Label nach dem Posten nicht entfernen. Bei YouTube kannst du die Angabe im YouTube Studio in den Video-Details ändern. Am sichersten ist es, die Frage schon vor dem Upload zu klären.
Reicht ein Hashtag wie #ki?
Als Ergänzung ja, als einzige Kennzeichnung eher nicht. Hashtags werden leicht übersehen. Das Plattform-Label plus ein sichtbarer Hinweis im Video sind deutlicher.
Wenn du ein KI-Video für dein Produkt ausprobieren möchtest: Im Studio fügst du deinen Produktlink ein und siehst dir das Skript gratis an. Wenn es passt, bestellst du das Video direkt dort. Wie fertige Videos aussehen, zeigen die Demo-Videos. Die Preise verstehen sich netto, das Angebot richtet sich an Unternehmen.
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